Austrittsbestätigung für den Verein — Vorlage und Anleitung
Eine Kündigung unbeantwortet zu lassen ist der sichere Weg zu Streit im Folgejahr: Das Mitglied hält sich für ausgetreten, der Verein zieht weiter Beiträge ein, und niemand kann belegen, was wann galt. Die Austrittsbestätigung schafft mit einem Brief Klarheit über drei Daten — Eingang, Wirksamkeit, letzte Beitragspflicht.
Was die Bestätigung festhält
- Eingang der Kündigung — mit Datum. Das ist der Anker, an dem die Frist gerechnet wird.
- Wirksamkeit des Austritts — nach der Frist der Satzung, üblich ist „zum Jahresende mit drei Monaten Frist”. Wer zu spät kündigt, tritt erst zum übernächsten Termin aus; genau das sollte die Bestätigung dann klar sagen, damit die Überraschung jetzt kommt und nicht mit dem nächsten Beitragslauf.
- Beitragspflicht — bis zur Wirksamkeit besteht sie fort. Ob ein bestehendes SEPA-Mandat mit dem Austritt endet, gehört ausdrücklich hinein.
- Praktisches — Rückgabe von Schlüsseln, Geräten oder Vereinseigentum, falls einschlägig; ein Dank für die Mitgliedschaft kostet nichts und hält die Tür offen.
Was mit den Daten passiert
Mit dem Austritt endet der Zweck der laufenden Mitgliederverwaltung — aber nicht jede Speicherung: Buchungsbelege mit Personenbezug unterliegen der achtjährigen Aufbewahrungspflicht (§ 147 AO), Beitragsforderungen verjähren erst nach Jahren. Sauber ist die Zweiteilung: Kontaktdaten und App-Zugang werden gelöscht, die buchhalterisch nötigen Daten gesperrt und nach Fristablauf entfernt. Ein Satz dazu in der Bestätigung beugt der Rückfrage vor.
Die häufigsten Fehler
- Gar nicht bestätigen. Die Kündigung ist auch ohne Bestätigung wirksam — aber ohne Bestätigung fehlt beiden Seiten der Beleg über das Datum.
- Kulanz ohne Beschluss. „Wir lassen dich schon zum Monatsende raus” ist nett, weicht aber von der Satzung ab — wer das tut, sollte es bewusst tun und dokumentieren, nicht aus Versehen.
- Mandat läuft weiter. Die Lastschrift im Folgejahr vom Konto eines Ausgetretenen ist der peinlichste Fehler der Vereinsverwaltung — und mit Rücklastschriftkosten auch der teuerste.
Austritt ohne Zettelwirtschaft
In Pertono wird der Austritt mit Datum am Mitglied erfasst: Der nächste Beitragslauf lässt den Ausgetretenen automatisch aus, das Mandat ist dem Austritt zugeordnet, und die Historie bleibt für die Aufbewahrungsfristen nachvollziehbar — gesperrt statt vergessen.