Austrittsbestätigung für den Verein — Vorlage und Anleitung

Eine Kündigung unbeantwortet zu lassen ist der sichere Weg zu Streit im Folgejahr: Das Mitglied hält sich für ausgetreten, der Verein zieht weiter Beiträge ein, und niemand kann belegen, was wann galt. Die Austrittsbestätigung schafft mit einem Brief Klarheit über drei Daten — Eingang, Wirksamkeit, letzte Beitragspflicht.

Was die Bestätigung festhält

  1. Eingang der Kündigung — mit Datum. Das ist der Anker, an dem die Frist gerechnet wird.
  2. Wirksamkeit des Austritts — nach der Frist der Satzung, üblich ist „zum Jahresende mit drei Monaten Frist”. Wer zu spät kündigt, tritt erst zum übernächsten Termin aus; genau das sollte die Bestätigung dann klar sagen, damit die Überraschung jetzt kommt und nicht mit dem nächsten Beitragslauf.
  3. Beitragspflicht — bis zur Wirksamkeit besteht sie fort. Ob ein bestehendes SEPA-Mandat mit dem Austritt endet, gehört ausdrücklich hinein.
  4. Praktisches — Rückgabe von Schlüsseln, Geräten oder Vereinseigentum, falls einschlägig; ein Dank für die Mitgliedschaft kostet nichts und hält die Tür offen.

Was mit den Daten passiert

Mit dem Austritt endet der Zweck der laufenden Mitgliederverwaltung — aber nicht jede Speicherung: Buchungsbelege mit Personenbezug unterliegen der achtjährigen Aufbewahrungspflicht (§ 147 AO), Beitragsforderungen verjähren erst nach Jahren. Sauber ist die Zweiteilung: Kontaktdaten und App-Zugang werden gelöscht, die buchhalterisch nötigen Daten gesperrt und nach Fristablauf entfernt. Ein Satz dazu in der Bestätigung beugt der Rückfrage vor.

Die häufigsten Fehler

Austritt ohne Zettelwirtschaft

In Pertono wird der Austritt mit Datum am Mitglied erfasst: Der nächste Beitragslauf lässt den Ausgetretenen automatisch aus, das Mandat ist dem Austritt zugeordnet, und die Historie bleibt für die Aufbewahrungsfristen nachvollziehbar — gesperrt statt vergessen.